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Anträge und Stellungsnahmen aus
dem Stadtrat
24. November 2010 -
Fußgängerzone B3
Der Vorstoß war gewagt – und scheiterte.
Dem Vorschlag des Krozinger Bürgerforums (KBF), die Ortsdurchfahrt testweise
sperren zu lassen, erteilten die übrigen Fraktionen des Gemeinderates eine
Absage. Nicht einmal einem entsprechenden Prüfungsauftrag an die Verwaltung
wollten sie zustimmen. Obwohl insgesamt sachlich geführt, zeigte die Diskussion
einmal mehr, dass mit dem Thema Fußgängerzone in Bad Krozingen ein neuralgischer
Punkt berührt wird.
Dementsprechend hatte sich der Gewerbeverband Bad Krozingen bereits im Vorfeld
der Gemeinderatssitzung am Montag unmissverständlich positioniert: Man bitte
"dringend darum, den vorliegenden Antrag zur versuchsweisen Sperrung der
Innenstadt abzulehnen", hieß es in einem Schreiben des Gewerbeverbandes an alle
Stadträte.
Worum genau ging es in dem Antrag? Das Krozinger Bürgerforum (KBF) hatte einen
Vorschlag erarbeitet, wonach die alte B 3 zwischen Josef-Vomstein-Straße und
Grabenstraße "für eine Testphase von zirka vier Monaten" gesperrt werden sollte.
Denn jenseits aller Gutachten und Simulationen am Computer, so die Argumentation
des Bürgerforums, könne nur so die Auswirkung einer Sperrung der Ortsdurchfahrt
auf die Verkehrsströme in der Stadt und nicht zuletzt auf Einzelhandel und
Gastronomie realistisch untersucht werden. Anstoß für den Vorstoß des KBF war
auch die Beobachtung vieler Bürger, dass die neue Umgehungsstraße immer noch zu
wenig genutzt wird, und der Durchgangsverkehr, obwohl schon signifikant weniger,
immer noch so stark ist, dass von einer beruhigten Innenstadt schwerlich
gesprochen werden kann. ...
http://www.badische-zeitung.de/bad-krozingen/keine-fussgaengerzone-auf-probe--38062543.html
27. September 2010 -
Badenova-Beteiligung / KOMPAS
BZ-online:
Zitat:
"Bad Krozingen will sich mit 5,3 Millionen Euro an Badenova beteiligen
Die Stadt Bad Krozingen will sich mit insgesamt 5,3 Millionen Euro an Badenova
beteiligen. Finanziert wird der Einstieg beim regionalen Energieversorger über
einen Kredit. Der Gemeinderat hat die Beteiligung gegen die Stimmen des Bad
Krozinger Bürgerforums (KBF) beschlossen. ...
... KBF sieht keinen Spielraum mehr für eigene Energiepolitik
Diese Argumentation überzeugte eine Mehrheit der Gemeinderäte. Neben der
Aussicht auf zusätzliches Geld für den städtischen Sparstrumpf bewerteten
mehrere Gemeinderäte auch die Aussicht auf die Beteiligung an einem regionalen
Energieunternehmen positiv, das sich aktiv mit den Themen regenerative und
dezentrale Energieversorgung auseinandersetzte.
Die Gemeinderäte des Bad Krozinger Bürgerforums (KBF) allerdings konnten sich
dieser Einschätzung nicht anschließen. KBF-Stadtrat Christian Rohn führte drei
Gründe für die ablehnende Haltung seiner Fraktion ins Feld: Zum einen, so Rohn,
sei es – obwohl rechtlich durchaus legitim – nicht Aufgabe einer Kommune, sich
an Wirtschaftsunternehmen zu beiteiligen.
Zweitens wertete Rohn die Risiken der Beteiligung deutlich kritischer als seine
Ratskollegen und die Stadtverwaltung. Die Entwicklung der Badenova in den
kommenden 30 Jahren sei nicht überschaubar, gerade auf dem Energiesektor sei die
Zukunft höchst ungewiss. Rohn verwies unter anderem auf die jüngsten Beschlüsse
der Bundesregierung zur Verlängerung der AKW-Restlaufzeiten, die gerade für
Unternehmen wie Badenova äußerst ungünstig ausgefallen seien und deren
Wettbewerbsfähigkeit einschränken könnten.
Vor allem aber, so die Ansicht der KBF-Räte, binde man sich mit der Beteiligung
zu eng an Badenova und beraube sich so der Möglichkeit, selbst energiepolitisch
aktiv zu werden. Vor einem Einstieg bei Badenova hätte man die Option eigener
Stadtwerken oder den Einstieg bei benachbarten Stadtwerken genauer prüfen
sollen, erklärte Christian Rohn. ..."
http://www.badische-zeitung.de/bad-krozingen/bad-krozingen-will-sich-mit-5-3-millionen-euro-an-badenova-beteiligen--36050428.html
Der Kommentar
http://www.badische-zeitung.de/bad-krozingen/kommentar-ein-mutiger-schritt
17. September 2010 - Fußgängerzone B3
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